Endlich frei

22. January 2007

Morgen werde ich endlich meine Kündigung einreichen. Seit vier Jahren bin ich angestellt bei einer Supermarktkette in Berlin als Ladenhilfe. In dieser Zeit habe ich festgestellt, wie unglaublich viele langweilige Menschen in deutschen Supermärkten einkaufen. Der einzige herausstechende Charakterzug der Kunden ist, dass sie allesamt Arschlöcher sind, die die meiste Zeit über ihre Schamhaare nicht von Petersilie unterscheiden können.

Wenn man bedenkt, wie sich die Leute am Leergutautomaten aufspielen, weil sie das Pfandgesetz immer noch nicht kapiert haben, oder schlicht es nicht Zustande zu bringen ihre Flasche vernünftig und mit soviel Anstand an den Automaten zu übergeben, dass dieser sie auch registrieren kann, fragt man sich, was verdammt nochmal habt ihr für ein Problem in Berlin-Treptow, das ihr so beredt über eure krassen grenzenlosen Wohlstandsverzogenheiten Auskunft geben müßt. Ich habe es bis heute immer noch geschafft meine verdammten Flaschen in diesen Automaten zu stecken, und sollte ich es irgendwann nicht mehr auf die Ketten kriegen, öffnet sich der Himmel und ich werde es mir auf einer Wolke mit einem schönen Whisky bequem machen.

OK, ich habe gegen Ende meiner glanzvollen Laufbahn im Einzelhandel, nur circa sieben Stunden in dem Laden gearbeitet, aber Angst hatte ich doch jedesmal, wenn der Einkaufswagen zur Waffe wird, um noch ne Flasche bayrisches Pissbier (ich glaube jeder weiß, welche Marke ich meine) oder Sachsenbrühe zu ergattern. Legendär auch die Kunden, die nach dem Preis von einem Sack Zwiebeln oder Kartoffeln fragen, als ob diese Schwänze die aktuellen Preise an der Kartoffelbörse im Kopp hätten. Und was machen die eigentlich, wenn’s ihnen wirklich zu teuer ist und sie es wieder zurücklegen? Ich glaube niemals, dass die sich in den Bus setzen, um beim Discounter der Konkurrenz sich extra ein Netz Zwiebeln anzukarren. Wenn die mit ihrer Zeit immer so effektiv umgehen, wundert es mich nicht, dass sie es nicht weiter gebracht haben.

Und die allgegenwärtige Arroganz der Studenten und Bessergestellten, mit ihren total überzogenden Vorstellungen von Dienstleistungen und Service haben sie in meinem Kopf die härtesten Gewaltszenen produziert ever. Diesen Spruch von wegen ich kaufe hier immer ein, könnten sie eigentlich langsam stecken lassen. Ist ja auch klar das diese ibook-Zauberer und Military-Look-Pfeifen sich die Lebensmittel nicht selber anbauen können, die müssen sie sich genauso kaufen, wie der stinkige Azubi hinter der Wursttheke auch. Weil von Eurem Geld, oder mit dem euer Zahnarztpapis, werdet ihr bestimmt nicht satt, wenn die von euch ewig angepissten Supermärkte einfach dicht machen. Dann könnt ihr euch das Geld in den Arsch blasen, das wussten die Indianer schon ihr Klugscheißer.

Aber morgen kündige ich, da könnt ihr euch sicher sein.

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Letzte Stimmen:

  • Lisa: Die passenden Leinen gibt es auf jeden Fall. http://static.twoday.net/sprin gfeldt/images/leine2.jpg
  • Nicolas Kern: Und die Kinder? Naja, die Dinger gibt es bestimmt auch in Rosa und Blau.
  • Benjamin: Das ist ja hier auch der Blog für die oberen Zehntausend der analytisch Denkenden.
  • Moritz: Ha, da muss man aber ganz genau hinschauen um zu sehen, was Du meinst.
  • Moritz: Autos sind doch sowieso stinkende, lärmende Monstermaschinen und völlig inkompatibel zu einer würdevollen...