Ein Weblog jemanden zu erklären, der über Internetdingens nicht Bescheid weiß, fällt mitunter gar nicht so leicht. Oft angeführt wird im Beschreibungsversuch « na das ist sowas wie ein Tagebuch, nur online ». Umgekehrte Chronologie und so ein Zeugs wird auch noch verzapft. Damit diese Darstellungsfloskeln nicht sämtlicher Grundlage entbehren, schreibe ich einen Post, bei dem jedes konventionelle Tagebüchlein grün wird vor Neid.

Bei einem meiner unausweichlichen Ausflüge in die Küche, fiel mir der Aufkleber wieder auf. Das berliner Hinterhofleben ist eine der wenigen Konstanten in meinem Leben, früher hatte ich mal den Ausblick hier:

Kran gibt es nicht mehr, dafür ist MTV dahingezogen, irgendwie traurig wie alles so runterkommt in Berlin. Aber der Spreeblick war nicht angemessen für mich, der Hinterhof trifft es eher. Es ist alles eckig und es gibt nur einen Ausgang und die Sonne scheint nur ne halbe Stunde rein. So isses. Habe mich heute von Käsestulle mit Brot ernährt und ne Pizza Margherita für 1,95€ beim Imbiss erstanden. Bin jetzt nicht sicher, wie sich Margherita schreibt, die Rechtschreibhilfe bietet Logarithmus an, ich weiß ja auch nicht.
Ach da fällt mir noch ein, dass Max Goldt geschrieben hat, am schlimmsten am Tagebuchschreiben sei, dass sich erstmal die alten Einträge aufdrängeln und die erst gelesen werden müssten. Das ist vielleicht die größte Parallele zum Weblog, mir geht es mit meinem Blog entsprechend.
Meinung kundtun