Eigentlich sind es übersichtlicherweiser nur vier Dinge, die mich an Berlin gehörig nerven: die Autofahrer, die Bahnfahrer, die Radfahrer und die Fußgänger.
Ich muss wohl nicht erwähnen, dass solch ein Post zu verfassen, nur waschechten Berlinern gestattet ist. Auswärtige haben unsere Stadt zu loben oder sie halten die Klappe, sonst…
In diesem Zusammenhang ist aber die Spezies Bahnfahrer expliziter auszuführen. Es gibt friedliche Bahnfahrer und jene, die noch in die Bahn stürmen (ohne Rücksicht auf Verluste) bevor die Tür eigentlich vollständig geöffnet ist. Aussteigende Fahrgäste haben es dann bei solchen Patienten schwer, da die meist sowieso sehr kleine Gasse der Traube vor der Tür nur Schneckentempo erlaubt. Herrlich, dieses Bahnfahren! :-)
Tobi
Ich habe halt einen Hang zu undifferenzierten Aussagen, besonders an so unausgeschlafenden Tagen wie den neunten Oktober. Das zeichnet den echten Berliner aus.
“Das zeichnet den echten Berliner aus.”
- Unausgeschlafen zu sein? :-)
Also, den echten Berliner zeichnet aus, die Welt für ihre bloße Anwesenheit zu verurteilen.
Wie der einzelne Berliner zu seinem ungerechten Urteil kommt und dabei zur Höchstform aufläuft, weiß ich nicht genau. Im Winter habe ich regelmäßig das Gefühl, es läge am tristen Wetter, im Sommer an den hormonprovozierend hohen Temperaturen. In Berlin ist tatsächlich die Jahreszeit zwischen Januar und Dezember die mieseste.
Bei mir ist es halt immer die Mischung aus permanenten Schlafdefizit und leichten Bierkater vom Vorabend, der mir alles was durch die Straßen fleucht als verdammenswert erscheinen lässt, was ich durchaus auch hier und da kommuniziere.